Die Geschichte der Schützenhalle
Schützenverein St. Blasius 1865
Grevenbrück e.V.
Anschrift
Schützenhalle Grevenbrück
Kölner Straße 60
57368 Lennestadt - Grevenbrück
Telefon 02721 / 10730
Ansprechpartner
Fr. Elisabeth Birkelbach
Telefon 02721 / 20150
Nachdem der Schützenverein Förde im Jahr 1865 gegründet worden ist, wurden die ersten
Schützenfeste in einem Zeltbau gefeiert. Dieser Zeltbau hatte damals eine ungeahnte kulturelle
Bedeutung. Er war nicht nur Schützenzelt, es handelte sich hierbei auch um das einzige und erste Lokal
im Kreis Olpe und dem größten Teil des Kreises Meschede, das für Massenveranstaltungen geeignet
war.
Beim 2. Schützenfest 1866 gab es ein furchtbares Gewitter mt Sturm und Platzregen, so dass der ganze
Festplatz unter Wasser gesetzt wurde und das Lakenzelt aus den Angeln gehoben wurde. Die
Schützengesellschaft pachtete darauf das Grundstück, auf dem noch heute die Schützenhalle steht, von
Kaufmann Theodor Schneider, um es später käuflich zu erwerben. Ein festes Holzzelt wurde erbaut,
dass bis zum Jahre 1908 als Schützenhalle diente sowie danach noch lange Jahre als Lagerschuppen
des Sägewerkes Klinkhammer.
Am 06. Januar 1908 entschieden sich die Mitglieder des
Baucomitees aus 12 eingereichten Plänen für den Entwurf
des Architekten J. Ferber aus Soest. Es wurde mit einem
Kostenaufwand von ca. DM 40.000 gerechnet für die
Errichtung einer neuen Schützenhalle. Hinzu kamen ca. DM
10.000 für das Inventar. All diese Schulden konnten 1923,
mit Beendigung von Krieg und Inflation, bezahlt werden.
DM 11.700 bekam man noch von Albert Klinkhammer für
das alte Schützenzelt.
Mitte des Jahres 1908 wurde mit den Bauarbeiten der
neuen Halle begonnen, in der schon 1909 das erste
Schützenfest gefeiert wurde.
Im Jahre 1939 wurde die Halle beschlagnahmt und zur
„Reichskornkammer“  umfunktioniert. Die Schützenfeste
von 1940 – 1947 fielen komplett aus.
Im Jahre 1965 wurde das 100jährige Vereinsjubiläum in
Grevenbrück gefeiert. Nicht weniger als 43 Gast- und
Musikvereine nahmen daran teil und wurden in der Halle
bewirtet. Dort begann am Samstagabend ein großer Festakt mit Glückwünschen und Ehrungen von
verdiensten Schützenbrüdern.
Einer der wichtigsten und am heftigsten umstrittenen Punkte in der Nachkriegs- geschichte des Vereins
war die Erweiterung der Schützenhalle mit einem Freizeit-, Kultur- und Bildungszentrum unter dem
damaligen Vorsitzenden Robert Brill.
1977 wurde das Haus der offenen Tür „OT“ fertiggestellt.
Schlüsselübergabe und Einweihung wurden im Januar 1978 durch den Landtagspräsidenten Dr.
Wilhelm Lenz vorgenommen.